"Französische Kolonialtruppen: Zuaven, Goumiers u. Tirailleurs. Gefangenenlager in Wahn bei Cöln 1914". Ansichtskarte, ungelaufen. Sammlung Markus Kreis.  Von dieser Ansichtskarte gibt es mindestens eine weitere Version („Kriegshülfe“ Verlag F. C. Schulte, Cöln), die bereits im Oktober 1914 als Feldpost von einem Rekruten aus Wahn gelaufen ist. Das zeigt an, dass die afrikanischen Gefangenen bereits unmittelbar nach Kriegsbeginn in Köln interniert wurden und Rekruten wussten, gegen wen sie - unter anderen - an der Front zu kämpfen hatten.

"Französische Kolonialtruppen: Zuaven, Goumiers u. Tirailleurs. Gefangenenlager in Wahn bei Cöln 1914". Sammlung Markus Kreis.

 

Zu Kriegsbeginn entstand in Köln-Wahn eines der großen Gefangenenlager im Bereich des 8. Armeekorps, in dem vor allem Kriegsgefangene von der Westfront und damit auch afrikanische Soldaten interniert wurden. Zeitweise waren in Köln über 50.000 Gefangene interniert. Das Lager wird später nach Limburg verlegt. Im Verzeichnis der deutschen Kriegsgefangenenlager wird zum Stand 10. Oktober 1918 für Köln-Wahn nur noch ein Offizierslager mit 194 Gefangenen (davon 158 Offiziere) geführt.

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Verwendete Quellen:

„Die Kriegsgefangenen in Deutschland“, Siegen-Leipzig-Berlin 1915

Wilhelm Doegen: Kriegsgefangene Völker, Band 1: Der Kriegsgefangenen Haltung und Schicksal in Deutschland. Berlin 1921

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