Deutschland muss den Genozid an den OvaHerero und Nama endlich offiziell anerkennen.

Wir fordern den Bundespräsidenten, den Bundestag und die Bundesregierung auf, am 9. Juli 2015, dem 100. Jahrestag des Endes der deutschen Kolonialherrschaft im heutigen Namibia,

  • den Völkermord an den OvaHerero und Nama, der schon immer als solcher hätte gelten müssen, offiziell anzuerkennen
  • die Nachfahren der Genozidopfer förmlich um Entschuldigung zu bitten
  • sich für die Identifizierung und Rückgabe aller nach Deutschland verschleppten Gebeine von Menschen aus Namibia und anderen ehemaligen Kolonien einzusetzen
  • sich zu einem bedingungslosen und offenen Dialog über Versöhnungsmaßnahmen mit den Nachfahren der Genozidopfer und mit der namibischen Regierung bereit zu erklären.

Nach Deutschlands Drängen auf Anerkennung des Genozids an der armenischen Bevölkerung durch die Türkei fordern zahlreiche Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens auch von Deutschland eine offizielle Anerkennung und Entschuldigung für den Völkermord an den OvaHerero und Nama 1904-08 im heutigen Namibia.

Über 150 namhafte Vertreter*innen aus Politik und Wissenschaft, Kirchen und Kultur, aus der Black Community und den NROs sind mit dem gemeinsamen Appell „Völkermord ist Völkermord!“ an die Öffentlichkeit getreten. Unter den prominenten Erstunterzeichnenden befinden sich u.a. die ehemalige Entwicklungsministerin Wieczorek-Zeul, der langjährige Bürgermeister Bremens Scherf, die Bundestagsabgeordneten Wagenknecht (Die LINKE) und Diaby (SPD).

Weitere Informationen auf Deutsch und Englisch sowie Möglichkeit zur Unterzeichnung

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.

Koloniale Veranstaltungen in Dortmund

Kategorien